LAIV e.V.i.Gr.
“It’s My Life”
LAIV-Studie · Wissensbasis

Lebensversicherung im Realitätscheck.

Die LAIV-Studie führt unterschiedliche Daten- und Erkenntnisquellen zusammen: 1.000 ausgewertete reale Versicherungsverträge, dokumentierte Praxisfälle, aktuelle Rechtsprechung sowie weitere wissenschaftliche und historische Vergleichsdaten.

Unser Ziel ist nicht, einzelne Quellen nachzuerzählen, sondern Gemeinsamkeiten, Unterschiede und wiederkehrende Muster sichtbar zu machen – und verständlich zu erklären, was sie für Verbraucher bedeuten können.

1.000 reale Verträge100+ dokumentierte PraxisfälleRechtsprechung & Vergleichsdaten
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Die Datenbasis der LAIV-Studie

Mehrere Perspektiven statt nur einer Quelle.

Unterschiedliche Quellen beantworten unterschiedliche Fragen. LAIV führt sie deshalb getrennt, transparent und mit ihren jeweiligen Grenzen zusammen.

1.000

Empirische Vertragsdaten

Die SNOW-Auswertung untersucht 1.000 reale Lebens- und Rentenversicherungsverträge. Sie liefert die quantitative Grundlage für Fragen zu Rendite, Kaufkraft, Kostenwirkungen sowie Unterschieden zwischen Vertragsarten.

Quelle: SNOW Analytics GmbH
100+

Dokumentierte Praxisfälle

Aus dem von Auxinum freigegebenen Praxisdatensatz stehen über 100 aufbereitete Fälle zur Verfügung. Sie zeigen konkrete Bearbeitungswege und wirtschaftliche Ergebnisse, etwa bei Nachberechnung, Widerspruch oder weiterer Durchsetzung.

Praxisdatensatz – keine repräsentative Erfolgsquote
§

Rechtsprechung

BGH-, OLG-, LG- und – soweit einschlägig – europäische Entscheidungen werden getrennt von den wirtschaftlichen Daten ausgewertet. Sie zeigen, welche rechtlichen Fragen gerichtlich geklärt, bestätigt oder weiterentwickelt wurden.

Gerichtliche Entscheidungen werden einzeln verifiziert
↔
Historische und wissenschaftliche Vergleichsebene

Ergänzend betrachtet LAIV wissenschaftliche Veröffentlichungen und ältere Untersuchungen. Sie dienen nicht als Beweis für den Markt 2026, sondern als Vergleichsebene: Welche früher beschriebenen strukturellen Probleme lassen sich in aktuellen Vertrags- und Praxisdaten wiederfinden – und welche nicht?

Wichtig zur Methodik: Die mehr als 100 Praxisfälle sind keine zufällig gezogene Stichprobe und dürfen deshalb nicht als Erfolgsquote für alle Lebensversicherungsverträge interpretiert werden. Sie dokumentieren, was in konkreten Fällen tatsächlich erreicht oder nachberechnet wurde. Die 1.000 Vertragsdaten und die Praxisfälle erfüllen damit unterschiedliche Funktionen innerhalb der LAIV-Studie.
1Kapitel wählenMit dem Thema starten, das Sie interessiert.
2Verständlich einsteigenDie Kernaussage zunächst kompakt erfassen.
3Fachlich vertiefenQuellen, Methodik und Berechnungswege nachvollziehen.
Die Struktur

Zwölf Kapitel – ein roter Faden.

Wählen Sie ein Thema aus. Jedes Kapitel erhält eine eigene verständliche Seite mit 30-Sekunden-Erklärung, laienverständlicher Aufarbeitung, Kurzvideo und – sobald fertiggestellt – dem Zugang zur fachlichen Studienfassung.

01

Anlass & Ziel

Warum diese Untersuchung entstanden ist und welche Fragen sie beantworten soll.

Kapitel folgt
02

Historische Entwicklung

Wie sich Lebensversicherung und private Altersvorsorge strukturell entwickelt haben.

Kapitel folgt
04

Kosten & Kapitalbildung

Wie Beitrag, Kosten, Risikoanteile und Kapitalbildung zusammenwirken.

Kapitel folgt
05

Der Vertragslebenslauf

Was über viele Jahre mit einem Vertrag passieren kann – einschließlich Änderungen und vorzeitigem Ende.

Kapitel folgt
06

Versicherung und Sparen getrennt betrachten

Welche Unterschiede sichtbar werden, wenn Absicherung und Vermögensaufbau separat betrachtet werden.

Kapitel folgt
07

Rentenphase & Marktumfeld

Was in der Rentenphase wichtig wird und welche Veränderungen im Markt relevant sein können.

Kapitel folgt
08

Förderung

Welche Fördermechanismen es gibt und wie sie in die Gesamtbetrachtung einzuordnen sind.

Kapitel folgt
09

Risiken über lange Laufzeiten

Welche Unsicherheiten bei sehr langen Vertragszeiträumen eine Rolle spielen können.

Kapitel folgt
10

Steuern & Abrechnung

Welche steuerlichen und abrechnungstechnischen Fragen bei Auszahlung und Abwicklung entstehen können.

Kapitel folgt
11

Vertragsprüfung & Nachberechnung

Welche fachlichen Prüfpunkte bei laufenden oder bereits bearbeiteten Verträgen relevant sein können.

Kapitel folgt
12

Konkrete Handlungsoptionen

Welche Möglichkeiten je nach Vertragssituation geprüft werden können – ohne pauschale Einheitslösung.

Kapitel folgt
Warum diese Aufteilung? Die Übersichtsseite soll Orientierung geben, nicht die ganze Studie auf einmal erzählen. Wer tiefer einsteigen möchte, öffnet gezielt das gewünschte Kapitel und entscheidet dort selbst, wie weit die Vertiefung gehen soll.
Klassisch oder fondsgebunden?

Die Produktart allein entscheidet nicht.

Wichtig zur Einordnung: Vertragslaufzeit, Abschlusszeitpunkt, Beitragsstruktur, Kosten, Kapitalanlage und weitere Vertragsmerkmale können das Ergebnis beeinflussen. Die Gruppen sind deshalb nicht einfach als „besser“ oder „schlechter“ zu lesen.
711klassische Lebens- und Rentenversicherungen
278fondsgebundene Verträge
11Riester-Rentenverträge mit vollständiger Datenbasis
Ø Bruttoertrag / JahrKlassisch +0,27 %Fonds −0,72 %

Klassisch und fondsgebunden unterscheiden sich innerhalb der Stichprobe.

Ø IRRKlassisch −0,07 %Fonds −0,11 %

Die zeitbezogene Betrachtung fällt in beiden Gruppen leicht negativ aus.

Median reale RenditeKlassisch −27,40 %Fonds −25,78 %

Bei der inflationsbereinigten Betrachtung ergibt sich ein anderes Bild.

Median KaufkraftverlustKlassisch −11,39 %Fonds −12,64 %

Auch hier zeigen die Gruppen unterschiedliche Werte.

Fondsentwicklung und Vertragsrendite sind nicht dasselbe.

Zwischen der Entwicklung einer zugrunde liegenden Kapitalanlage und dem wirtschaftlichen Ergebnis des Versicherungsvertrags liegen unter anderem Beitragsaufteilung, Kosten und weitere Mechanismen des Versicherungskonstrukts. Entscheidend ist daher der konkrete Vertrag – nicht nur das Produktetikett.

Quelle: SNOW Analytics GmbH, „Lebensversicherungen im Realitätscheck 2026“, Stand 27.09.2026, insbesondere Kapitel 6.
Ein Beispiel aus der Praxis

Wenn eine vertiefte Nachberechnung ein anderes Bild zeigt.

Ein anonymisiert freigegebenes SNOW-Gutachten zeigt beispielhaft, wie deutlich ein bereits ausgezahlter Rückkaufswert und eine weitergehende gutachterliche Berechnung auseinanderliegen können.

Wichtig: Es handelt sich um einen konkreten Einzelfall, nicht um ein Erfolgsversprechen. Ob und in welcher Höhe ein errechneter Betrag rechtlich durchsetzbar ist, muss individuell geprüft werden.
Ausgezahlter Rückkaufswertca. 13.500 €
Gutachterlich errechneter Gesamtanspruchca. 42.700 €
Rechnerische zusätzliche Differenzca. 29.200 €
Warum wir das zeigen: Ein ausgezahlter Rückkaufswert beantwortet nicht automatisch jede wirtschaftliche Frage eines Vertrages. Das Beispiel macht sichtbar, warum Berechnungsgrundlagen, Kosten, Erträge und weitere Positionen je nach Fragestellung fachlich geprüft werden können.
Quelle: anonymisiertes SNOW-Analytics-Gutachten. Die Versicherungsnehmerin hat der anonymisierten Verwendung ihrer Daten in der Studie zugestimmt. Beträge auf der Website gerundet.
Wie wir arbeiten

Verständlich nach außen – nachvollziehbar in der Tiefe.

Die Verbraucheransicht bleibt bewusst kompakt. Methodik, Berechnungswege, Quellen und Einschränkungen werden separat dokumentiert.

1

Datenbasis klar benennen

Wir unterscheiden zwischen der SNOW-Auswertung, weiteren Quellen und eigenen LAIV-Einordnungen.

2

Nicht vorschnell verallgemeinern

Ergebnisse einer Stichprobe werden nicht automatisch auf jeden Vertrag oder den gesamten Markt übertragen.

3

Herleitung offenlegen

Wer tiefer einsteigen möchte, soll Quellen, Berechnungswege und fachliche Grenzen nachvollziehen können.

Rendite ist nicht gleich Rendite.

Bruttoertrag, IRR, nominale Entwicklung und reale Kaufkraft beantworten unterschiedliche Fragen. Deshalb sollte keine einzelne Kennzahl als Gesamturteil verwendet werden.

Studie und individuelle Vertragsprüfung sind nicht dasselbe.

Die Studie untersucht Muster innerhalb einer Stichprobe. Eine individuelle Vorprüfung oder ein Gutachten betrachtet den konkreten Vertrag mit seinen eigenen Zahlungsströmen, Daten und Berechnungsgrundlagen.

Was bedeutet das für meinen Vertrag?

Wissen ist der Anfang – entscheidend ist die Einordnung der eigenen Situation.

Je nach Vertrag, Laufzeit, Abrechnung und Bearbeitungsstand können unterschiedliche Prüfpunkte relevant sein.