Datengrundlage
Welche Verträge wurden ausgewertet, aus welchen Gesellschaften und über welche Laufzeiten?
LAIV führt durch die SNOW-Studie „Lebensversicherungen im Realitätscheck“ – verständlich nach Themen geordnet und mit direktem Weg zurück zu den Originalpassagen.
Die Originalstudie umfasst zahlreiche Berechnungen, Tabellen und methodische Erläuterungen. Wir zerlegen sie deshalb in einzelne Themenfelder. Jede Kachel lässt sich direkt aufklappen. Dort finden Sie Zahlen, eine verständliche LAIV-Erklärung und den direkten Weg zur betreffenden Passage im SNOW-Original.
Transparenz: Aussagen der Studie werden als SNOW-Ergebnis gekennzeichnet. Wo LAIV erklärt, verknüpft oder weiterführende Fragen stellt, wird dies ausdrücklich getrennt.
Die Kacheln zeigen bewusst nur den Kern. Über „Auswertung aufklappen“ öffnet sich die ausführlichere Einordnung und die Seite führt Sie automatisch zum Lesebereich. Über „Original“ geht es unmittelbar zur passenden Stelle in der SNOW-Studie.
Welche Verträge wurden ausgewertet, aus welchen Gesellschaften und über welche Laufzeiten?
Wie breit ist die Datenbasis – und wie weit darf man daraus schließen?
Ausgewertet wurden 1.000 Lebens- und Rentenversicherungsverträge aus 52 Versicherungsgesellschaften. Die durchschnittliche Laufzeit beträgt 21,65 Jahre. Für jeden Vertrag werden reale Vertrags- und Zahlungsdaten betrachtet; nicht belastbar rekonstruierbare Größen werden nicht durch Schätzungen ersetzt.
Hier werden keine Modellrechnungen miteinander verglichen, sondern tatsächlich vorliegende Vertragsverläufe. Gleichzeitig ist die Stichprobe keine Zufallsauswahl aller deutschen Lebensversicherungen. Sie zeigt belastbar, was in diesen 1.000 Fällen beobachtet wurde – nicht automatisch, was bei jedem Vertrag in Deutschland gilt.
SNOW legt die Datengrundlage bewusst breit an. Jeder einzelne Vertrag bleibt zunächst eine eigene Beobachtung. Erst danach werden Mittelwerte, Mediane und Teilgruppen gebildet. Das ist wichtig, weil sich die Verträge bei Beitragshöhe, Laufzeit, Abschlussjahr und Ergebnis erheblich unterscheiden.
Zur Datengrundlage gehören unter anderem Versicherungsgesellschaft, Vertragslaufzeit, Abschluss- und Berechnungsdatum, Anfangsbeitrag, tatsächlich eingezahlte Beiträge und die Auszahlung. Daraus werden anschließend verschiedene Ergebnis- und Inflationskennzahlen berechnet.
Die 1.000 Verträge werden in fünf Laufzeitgruppen aufgeteilt. Dadurch wird vermieden, einen Vertrag mit acht Jahren Laufzeit ohne weitere Differenzierung mit einem Vertrag von mehr als 30 Jahren gleichzusetzen.
| Laufzeit | Anzahl Verträge |
|---|---|
| 0–10 Jahre | 51 |
| 10–20 Jahre | 382 |
| 20–25 Jahre | 266 |
| 25–30 Jahre | 186 |
| 30+ Jahre | 115 |
| Gesamt | 1.000 |
Damit liegen 83,4 % der untersuchten Verträge im Laufzeitbereich zwischen 10 und 30 Jahren.
Die 1.000 Verträge verteilen sich nicht gleichmäßig auf die 52 Gesellschaften. Große Gruppen besitzen innerhalb dieser Stichprobe eine breitere Datenbasis; bei sehr kleinen Gruppen können einzelne Verträge den Durchschnitt stärker beeinflussen.
1.000 reale Vertragsverläufe sind eine umfangreiche empirische Basis und deutlich aussagekräftiger als einzelne Erfahrungsberichte. Besonders wertvoll ist die lange durchschnittliche Laufzeit, weil sich dadurch langfristige wirtschaftliche Entwicklungen betrachten lassen.
Gleichzeitig bleibt die methodische Grenze wichtig: Die Stichprobe ist keine repräsentative Zufallsstichprobe des gesamten deutschen Lebensversicherungsbestands.
Die zugrunde liegenden Zahlen und methodischen Hinweise können direkt in der Originalstudie geprüft werden.
Warum ein nominaler Mehrbetrag zunächst nur eine Betrachtungsebene ist.
Was die absoluten Zahlungsbeträge zeigen und warum Mittelwert, Median und Laufzeit zusammengehören.
Im Durchschnitt wurden 43.543,96 € eingezahlt und 46.289,67 € ausgezahlt. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher absoluter Bruttoertrag von 2.745,71 €. 83,55 % der untersuchten Verträge weisen einen positiven absoluten Bruttoertrag auf.
Ein positiver Bruttoertrag bedeutet zunächst nur: Die Auszahlung liegt nominal über den Einzahlungen. Ob das über eine lange Laufzeit wirtschaftlich viel oder wenig ist, lässt sich aus dieser einen Zahl noch nicht ablesen.
SNOW trennt bewusst die absolute Euro-Differenz von zeitbezogenen Renditekennzahlen. Genau deshalb lohnt es sich, bei Einzahlung und Auszahlung nicht nur auf den Durchschnitt zu schauen.
Die Verträge unterscheiden sich stark in ihrer Größe. Deshalb stellt SNOW neben dem Durchschnitt auch den Median dar. Der Median markiert den Wert, bei dem jeweils die Hälfte der Verträge darunter und die andere Hälfte darüber liegt.
| Kennzahl | Mittelwert | Median |
|---|---|---|
| Einzahlungen | 43.543,96 € | 24.824,77 € |
| Auszahlungen | 46.289,67 € | 25.610,04 € |
| Absoluter Bruttoertrag | 2.745,71 € | 785,27 € |
Der deutlich niedrigere Median zeigt, dass einzelne große Vertragswerte den Durchschnitt beeinflussen können. Für das Verständnis der Stichprobe sollten deshalb beide Werte nebeneinander gelesen werden.
Die Spannweite des absoluten Bruttoertrags ist groß. Das macht sichtbar, wie unterschiedlich die einzelnen Vertragsverläufe ausfallen.
Bei 83,55 % der untersuchten Verträge lag die Auszahlung nominal über der Summe der Einzahlungen. Das ist eine klare Aussage über die absolute Euro-Differenz. Sie beantwortet aber noch nicht, welche jährliche Rendite über die jeweilige Vertragsdauer erreicht wurde oder wie sich die Kaufkraft während dieser Zeit verändert hat.
Für den ersten Überblick sind Einzahlung und Auszahlung sehr anschaulich. Bei Verträgen mit jahrzehntelanger Laufzeit reicht die reine Differenz aber nicht aus, um die wirtschaftliche Entwicklung zu beurteilen. Entscheidend ist zusätzlich, über welchen Zeitraum die Beiträge geflossen sind und welchen Wert das Ergebnis nach dieser Zeit noch besitzt.
Genau deshalb ist dieser Abschnitt für uns der Ausgangspunkt – nicht das Endergebnis der Bewertung.
Die Werte können direkt in der Originalstudie nachvollzogen werden.
Was IRR, Bruttoertrag und nominale Rendite jeweils messen – und warum sie nicht dasselbe sagen.
Was IRR, Bruttoertrag und nominale Rendite jeweils messen – und warum sie nicht dasselbe sagen.
SNOW stellt absoluten Bruttoertrag, Bruttoertrag pro Jahr, IRR sowie nominale und reale Rendite getrennt dar. Die durchschnittliche IRR der Gesamtstichprobe beträgt −0,077 %.
Die Kennzahlen beantworten unterschiedliche Fragen. Besonders die IRR berücksichtigt den Zeitpunkt der tatsächlichen Ein- und Auszahlungen und macht den Zeitfaktor sichtbar.
SNOW stellt mehrere Kennzahlen nebeneinander, weil sie unterschiedliche Fragen beantworten. Genau hier liegt einer der wichtigsten Punkte der gesamten Studie.
| Kennzahl | Durchschnitt | Median |
|---|---|---|
| Jährliche Rendite (IRR) | −0,077 % | −0,050 % |
| Bruttoertrag pro Jahr | −0,013 % | 0,730 % |
| Reale Rendite (CAGR) am Laufzeitende | −29,81 % | −26,72 % |
Die Kennzahlen dürfen nicht miteinander verwechselt werden. Ein absoluter Mehrbetrag in Euro, eine zeitbezogene Rendite und eine inflationsbereinigte Betrachtung beantworten jeweils eine andere Frage.
Einfach gesagt: Die IRR fragt nicht nur „Wie viel kam heraus?“, sondern „Welche jährliche Verzinsung ergibt sich aus dem tatsächlichen Zahlungsverlauf?“
Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.
Was aus einem nominalen Vertragswert wird, wenn zwei Jahrzehnte Preisentwicklung mitgedacht werden.
Was aus einem nominalen Vertragswert wird, wenn zwei Jahrzehnte Preisentwicklung mitgedacht werden.
Die Datengrundlage weist über die untersuchten Vertragslaufzeiten eine durchschnittliche Inflationsrate von 1,8893 % pro Jahr aus. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt 21,65 Jahre.
Über Jahrzehnte zählt nicht nur die Eurozahl auf der Abrechnung. Entscheidend ist auch, welche Kaufkraft dieser Betrag am Ende noch besitzt.
Bei langfristigen Verträgen verändert sich während der Laufzeit nicht nur der Vertragswert. Auch die Kaufkraft des Geldes verändert sich.
Wenn Preise über viele Jahre steigen, kann man für denselben Eurobetrag später weniger kaufen. Deshalb unterscheidet SNOW zwischen nominaler Entwicklung und realer Entwicklung nach Berücksichtigung der Preisentwicklung.
| Laufzeit | Ø Inflation p. a. | Ø Kaufkraftverlust |
|---|---|---|
| 0–10 Jahre | 2,13 % | −19,47 % |
| 10–20 Jahre | 1,89 % | −8,70 % |
| 20–25 Jahre | 1,85 % | −13,32 % |
| 25–30 Jahre | 1,82 % | −4,05 % |
| 30+ Jahre | 1,98 % | −6,71 % |
Die Gruppen durchlaufen unterschiedliche historische Zeiträume. Deshalb steigt oder fällt der Kaufkraftverlust nicht einfach gleichmäßig mit der Vertragsdauer.
Eine Altersvorsorge soll später den Lebensunterhalt mitfinanzieren. Deshalb reicht es nicht zu wissen, wie viele Euro am Ende auf der Abrechnung stehen. Entscheidend ist auch, welche Kaufkraft dieses Geld dann noch besitzt.
Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.
Wie verändern sich Ergebnisse zwischen kurzen, mittleren und sehr langen Vertragsverläufen?
Wie verändern sich Ergebnisse zwischen kurzen, mittleren und sehr langen Vertragsverläufen?
SNOW vergleicht fünf Laufzeitgruppen. Der durchschnittliche Bruttoertrag pro Jahr verbessert sich über die Gruppen, während die durchschnittliche IRR in allen fünf Gruppen negativ bleibt.
Laufzeit verändert die Betrachtung, ist aber keine alleinige Erklärung. Unterschiedliche Kennzahlen entwickeln sich über die Laufzeit nicht zwingend parallel.
SNOW teilt die Verträge in fünf Laufzeitgruppen. Dadurch wird sichtbar, dass unterschiedliche Kennzahlen über die Laufzeit nicht automatisch in dieselbe Richtung laufen.
| Laufzeit | Ø Brutto/Jahr | Ø IRR | Ø reale Rendite | Ø Kaufkraftverlust |
|---|---|---|---|---|
| 0–10 Jahre | −4,65 % | −0,28 % | −25,12 % | −19,47 % |
| 10–20 Jahre | −0,90 % | −0,11 % | −36,50 % | −8,70 % |
| 20–25 Jahre | 0,44 % | −0,05 % | −24,83 % | −13,32 % |
| 25–30 Jahre | 1,11 % | −0,02 % | −23,67 % | −4,05 % |
| 30+ Jahre | 2,14 % | −0,02 % | −31,32 % | −6,71 % |
Der durchschnittliche Bruttoertrag pro Jahr verbessert sich mit zunehmender Laufzeit deutlich und wird in den längeren Gruppen positiv. Die durchschnittliche IRR bleibt dagegen in allen fünf Gruppen negativ. Auch die reale Rendite zeigt keinen linearen Verlauf.
Bei langen Vertragsverläufen wirken unterschiedliche Abschlussjahre, Zinsphasen, Kosten, Produktgenerationen und Inflation zusammen. Die Laufzeit hilft beim Sortieren der Ergebnisse, erklärt die Unterschiede aber nicht allein.
Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.
Die erweiterte Auswertung vom 27.09.2026 trennt beide Produktarten deutlich.
Die erweiterte Auswertung vom 27.09.2026 trennt beide Produktarten deutlich.
Die Stichprobe umfasst 711 klassische, 278 fondsgebundene und 11 Riester-Verträge. Für den Hauptvergleich konzentriert sich SNOW auf klassische und fondsgebundene Verträge.
Keine Produktart ist anhand einer einzigen Kennzahl pauschal „Sieger“. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Betrachtungsebene.
Die Aktualisierung vom 27.09.2026 teilt die Stichprobe nach Vertragsarten auf. Dadurch können klassische und fondsgebundene Verträge innerhalb der untersuchten Fälle separat betrachtet werden.
| Kennzahl | Klassisch | Fondsgebunden |
|---|---|---|
| Ø IRR | −0,07 % | −0,11 % |
| Median IRR | −0,04 % | −0,07 % |
| Ø nominale Nettorendite | 12,28 % | 5,13 % |
| Median nominale Nettorendite | 10,53 % | 2,23 % |
| Ø reale (CAGR) | −31,96 % | −24,67 % |
| Median reale Rendite | −27,40 % | −25,78 % |
| Ø Kaufkraftverlust | −8,37 % | −11,93 % |
Die Kennzahlen zeigen kein einheitliches Bild, bei dem eine Produktart in jeder Betrachtung besser abschneidet. Außerdem unterscheiden sich die Vertragsgruppen in Zusammensetzung, Laufzeiten und konkreter Produktgestaltung.
Für Verbraucher ist entscheidend, wie der konkrete Vertrag aufgebaut ist: Risikoanteil, Kosten, Kapitalanlage und tatsächlich investierter Beitragsanteil. Die Produktbezeichnung allein beantwortet diese Fragen nicht.
Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.
Was Gesellschaftsvergleiche zeigen können – und warum SNOW daraus kein Ranking macht.
Was Gesellschaftsvergleiche zeigen können – und warum SNOW daraus kein Ranking macht.
Die 1.000 Verträge verteilen sich auf 52 Gesellschaften. Die Gruppengrößen reichen von einzelnen Fällen bis zu 132 Verträgen bei der größten Gruppe.
Je kleiner eine Gruppe, desto stärker kann ein einzelner Vertrag den Durchschnitt beeinflussen. Deshalb müssen Fallzahl und Vertragsmix immer mitgelesen werden.
SNOW zeigt Gesellschaftsgruppen, verzichtet aber ausdrücklich auf eine einfache Rangliste. Das ist wichtig, weil Größe und Zusammensetzung der Gruppen stark variieren.
| Gesellschaft | Verträge |
|---|---|
| Allianz | 132 |
| Generali | 83 |
| ERGO | 72 |
| HDI | 55 |
| Debeka | 50 |
| Zurich Deutscher Herold | 42 |
| Proxalto | 39 |
| Heidelberger | 36 |
| AXA | 32 |
| Württembergische | 31 |
Bei einer kleinen Gruppe kann schon ein einzelner außergewöhnlicher Vertrag den Durchschnitt stark verschieben. Bei einer größeren Gruppe verteilt sich dieser Einfluss auf mehr Beobachtungen. Hinzu kommen Unterschiede bei Laufzeit, Abschlusszeitraum, Beitragsvolumen und Produktmerkmalen.
Für eine sachliche Verbraucherinformation ist es sinnvoller zu fragen, welche Unterschiede innerhalb ausreichend großer Gruppen auftreten und welche Vertragsmerkmale dahinterstehen könnten, statt aus wenigen Durchschnittszahlen ein Ranking zu bauen.
Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.
Warum auch die alternative Verwendung langfristig gebundenen Kapitals eine Rolle spielt.
Warum auch die alternative Verwendung langfristig gebundenen Kapitals eine Rolle spielt.
SNOW führt die Opportunitätsbetrachtung ein. Ein sinnvoller Vergleich muss unter anderem Anlagehorizont, Risiko, Kosten, Liquidität und zusätzliche Versicherungsleistungen berücksichtigen.
Ein fairer Marktvergleich ist mehr als „Versicherung gegen Aktienindex“. Vergleichbar sind nur Größen, die auf möglichst ähnlicher wirtschaftlicher Ebene stehen.
SNOW erweitert die reine Vertragsbetrachtung um die sogenannte Opportunitätsbetrachtung. Dabei geht es nicht darum, eine Lebensversicherung pauschal gegen den Aktienmarkt antreten zu lassen.
Wer Kapital langfristig in einen Vertrag einzahlt, kann dasselbe Geld in dieser Zeit nicht gleichzeitig anders anlegen. Der entgangene Nutzen einer geeigneten Alternative wird wirtschaftlich als Opportunitätskosten bezeichnet.
Eine Lebensversicherung darf weder mit einer beliebigen Hochrendite-Anlage verglichen werden noch darf ihre Kapitalanlagekomponente komplett aus der wirtschaftlichen Betrachtung verschwinden. Entscheidend ist ein möglichst vergleichbarer Maßstab.
Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.
Welche Aussagen die Studie erlaubt – und welche ausdrücklich nicht.
Welche Aussagen die Studie erlaubt – und welche ausdrücklich nicht.
Die Studie beschreibt eine umfangreiche empirische Stichprobe, aber keine repräsentative Zufallsstichprobe des gesamten deutschen Bestands. Sie ist außerdem keine Rechts-, Steuer- oder vollständige versicherungsmathematische Einzelfallprüfung.
Diese Grenzen sind entscheidend für die korrekte Lesart. Sie definieren, was die Daten belastbar zeigen – und verhindern unzulässige Verallgemeinerungen.
Die Aussagekraft einer Untersuchung hängt nicht nur von ihren Zahlen ab, sondern auch davon, wie transparent ihre Grenzen beschrieben werden.
Die Vertragswerte streuen stark. Deshalb können einzelne hohe oder niedrige Ergebnisse den Durchschnitt beeinflussen. Der Median ergänzt den Mittelwert um den Wert in der Mitte der sortierten Stichprobe und hilft, die Verteilung besser einzuordnen.
Gerade die klare Abgrenzung verhindert, dass aus einer umfangreichen Stichprobe ein pauschales Urteil über jeden Vertrag oder jeden Versicherer gemacht wird. Die Stärke der Studie liegt in der empirischen Beschreibung der tatsächlich untersuchten Vertragsverläufe.
Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.
Warum die Auszahlung allein die wirtschaftliche Qualität eines langfristigen Vertrags nicht beantwortet.
Warum die Auszahlung allein die wirtschaftliche Qualität eines langfristigen Vertrags nicht beantwortet.
SNOW kommt nicht zu einem pauschalen Urteil über Lebens- und Rentenversicherungen. Die zentrale Aussage ist, dass Auszahlung, Zeit, Rendite, Kosten, Inflation und reale Entwicklung gemeinsam betrachtet werden müssen.
Die Frage „Kam mehr heraus als hinein?“ ist nur eine Ebene. Für die wirtschaftliche Einordnung zählt, was über die gesamte Laufzeit aus dem eingesetzten Kapital geworden ist.
SNOW fasst die Ergebnisse nicht in einem pauschalen Urteil über Lebensversicherungen zusammen. Der Kern ist vielmehr, dass mehrere Ebenen gleichzeitig betrachtet werden müssen.
Die Mehrheit der untersuchten Verträge weist nominal einen positiven absoluten Bruttoertrag aus. Gleichzeitig ist die durchschnittliche jährliche IRR negativ und die reale Rendite nach der in der Studie verwendeten Betrachtung deutlich schwächer. Das ist kein Rechenwiderspruch: Die Kennzahlen beantworten unterschiedliche Fragen.
Statt nur zu fragen „Was bekomme ich am Ende heraus?“ wird die wirtschaftlich sinnvollere Frage: „Was ist über die gesamte Laufzeit aus meinem eingesetzten Geld geworden?“ Genau diese Perspektive macht die Studie für die weitere Verbraucherinformation interessant.
Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.
So bleibt jederzeit erkennbar, ob wir eine Zahl aus der Studie wiedergeben, ihre Bedeutung erklären oder auf das Original verweisen.
LAIV ist nicht Urheber der SNOW-Studie. Die empirische Untersuchung stammt von der SNOW Analytics GmbH. Unsere Seite soll das Original nicht ersetzen, sondern den Einstieg erleichtern.
Abgrenzung: Die spätere Verknüpfung mit Praxisfällen, Rechtsprechung und weiteren Risikofaktoren erfolgt gebündelt in der eigenständigen LAIV-Studie – nicht auf dieser SNOW-Seite.