LAIV e.V.i.Gr.
“It’s My Life”
SNOW ANALYTICS · EMPIRISCHE STUDIE 2026

1.000 Verträge.
Was zeigen die Zahlen?

LAIV führt durch die SNOW-Studie „Lebensversicherungen im Realitätscheck“ – verständlich nach Themen geordnet und mit direktem Weg zurück zu den Originalpassagen.

1.000 reale Verträge52 GesellschaftenØ 21,65 Jahre Laufzeit
So ist diese Seite aufgebaut

Erst Überblick. Dann tiefer einsteigen.

Die Originalstudie umfasst zahlreiche Berechnungen, Tabellen und methodische Erläuterungen. Wir zerlegen sie deshalb in einzelne Themenfelder. Jede Kachel lässt sich direkt aufklappen. Dort finden Sie Zahlen, eine verständliche LAIV-Erklärung und den direkten Weg zur betreffenden Passage im SNOW-Original.

Transparenz: Aussagen der Studie werden als SNOW-Ergebnis gekennzeichnet. Wo LAIV erklärt, verknüpft oder weiterführende Fragen stellt, wird dies ausdrücklich getrennt.

Studienauswertung

Zehn Themen. Zehn Blickwinkel.

Die Kacheln zeigen bewusst nur den Kern. Über „Auswertung aufklappen“ öffnet sich die ausführlichere Einordnung und die Seite führt Sie automatisch zum Lesebereich. Über „Original“ geht es unmittelbar zur passenden Stelle in der SNOW-Studie.

01 · DATENGRUNDLAGE

Was steckt hinter den 1.000 Verträgen?

Wie breit ist die Datenbasis – und wie weit darf man daraus schließen?

SNOW zeigt

Ausgewertet wurden 1.000 Lebens- und Rentenversicherungsverträge aus 52 Versicherungsgesellschaften. Die durchschnittliche Laufzeit beträgt 21,65 Jahre. Für jeden Vertrag werden reale Vertrags- und Zahlungsdaten betrachtet; nicht belastbar rekonstruierbare Größen werden nicht durch Schätzungen ersetzt.

LAIV erklärt

Hier werden keine Modellrechnungen miteinander verglichen, sondern tatsächlich vorliegende Vertragsverläufe. Gleichzeitig ist die Stichprobe keine Zufallsauswahl aller deutschen Lebensversicherungen. Sie zeigt belastbar, was in diesen 1.000 Fällen beobachtet wurde – nicht automatisch, was bei jedem Vertrag in Deutschland gilt.

Begriffe kurz erklärt

Stichprobe: Das ist die Gruppe von Verträgen, die tatsächlich untersucht wurde – hier 1.000 Verträge.
Mittelwert / Durchschnitt: Alle Werte werden zusammengerechnet und durch die Anzahl der Verträge geteilt. Einzelne sehr große oder sehr kleine Werte können diesen Durchschnitt deutlich beeinflussen.
Median: Sortiert man alle Verträge der Größe nach, liegt der Median genau in der Mitte: Die Hälfte der Werte liegt darunter, die andere Hälfte darüber. Dadurch wird er von extremen Einzelwerten deutlich weniger beeinflusst.
DIE DATENGRUNDLAGE AUSEINANDERGENOMMEN

Warum die 1.000 Verträge mehr erzählen als ein einzelner Durchschnittswert

SNOW legt die Datengrundlage bewusst breit an. Jeder einzelne Vertrag bleibt zunächst eine eigene Beobachtung. Erst danach werden Mittelwerte, Mediane und Teilgruppen gebildet. Das ist wichtig, weil sich die Verträge bei Beitragshöhe, Laufzeit, Abschlussjahr und Ergebnis erheblich unterscheiden.

1.000untersuchte Verträge
52Versicherungsgesellschaften
21,65 Jahredurchschnittliche Laufzeit
01.08.2025–31.08.2026Studienzeitraum

Welche Daten fließen ein?

Zur Datengrundlage gehören unter anderem Versicherungsgesellschaft, Vertragslaufzeit, Abschluss- und Berechnungsdatum, Anfangsbeitrag, tatsächlich eingezahlte Beiträge und die Auszahlung. Daraus werden anschließend verschiedene Ergebnis- und Inflationskennzahlen berechnet.

Wichtig: Nicht rekonstruierbare Größen werden laut Studie nicht durch Annahmen oder Schätzungen ersetzt. Das reduziert das Risiko, fehlende Informationen künstlich „glattzurechnen“.

Wie verteilen sich die Laufzeiten?

Die 1.000 Verträge werden in fünf Laufzeitgruppen aufgeteilt. Dadurch wird vermieden, einen Vertrag mit acht Jahren Laufzeit ohne weitere Differenzierung mit einem Vertrag von mehr als 30 Jahren gleichzusetzen.

LaufzeitAnzahl Verträge
0–10 Jahre51
10–20 Jahre382
20–25 Jahre266
25–30 Jahre186
30+ Jahre115
Gesamt1.000

Damit liegen 83,4 % der untersuchten Verträge im Laufzeitbereich zwischen 10 und 30 Jahren.

Welche Versicherer sind besonders häufig vertreten?

Die 1.000 Verträge verteilen sich nicht gleichmäßig auf die 52 Gesellschaften. Große Gruppen besitzen innerhalb dieser Stichprobe eine breitere Datenbasis; bei sehr kleinen Gruppen können einzelne Verträge den Durchschnitt stärker beeinflussen.

132Allianz
83Generali
72ERGO
55HDI
50Debeka
42Zurich Deutscher Herold
39Proxalto
36Heidelberger
32AXA
31Württembergische
LAIV-Einordnung

Was sagt uns diese Datengrundlage wirklich?

1.000 reale Vertragsverläufe sind eine umfangreiche empirische Basis und deutlich aussagekräftiger als einzelne Erfahrungsberichte. Besonders wertvoll ist die lange durchschnittliche Laufzeit, weil sich dadurch langfristige wirtschaftliche Entwicklungen betrachten lassen.

Gleichzeitig bleibt die methodische Grenze wichtig: Die Stichprobe ist keine repräsentative Zufallsstichprobe des gesamten deutschen Lebensversicherungsbestands.

Was die Datengrundlage ausdrücklich nicht behauptet

  • Sie ist kein allgemeines Ranking aller 52 Versicherer.
  • Sie erlaubt keine automatische Übertragung auf jeden einzelnen Vertrag.
  • Sie ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder vollständige versicherungsmathematische Einzelfallprüfung.
  • Nicht rekonstruierbare Vertragsmerkmale werden nicht geschätzt oder künstlich ergänzt.
OriginalquelleSNOW Analytics · Kapitel 1 „Datengrundlage und Untersuchungsdesign“

Die zugrunde liegenden Zahlen und methodischen Hinweise können direkt in der Originalstudie geprüft werden.

02 · EINZAHLUNG & AUSZAHLUNG

Mehr heraus als hinein – ist das schon ein gutes Ergebnis?

Was die absoluten Zahlungsbeträge zeigen und warum Mittelwert, Median und Laufzeit zusammengehören.

SNOW zeigt

Im Durchschnitt wurden 43.543,96 € eingezahlt und 46.289,67 € ausgezahlt. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher absoluter Bruttoertrag von 2.745,71 €. 83,55 % der untersuchten Verträge weisen einen positiven absoluten Bruttoertrag auf.

LAIV erklärt

Ein positiver Bruttoertrag bedeutet zunächst nur: Die Auszahlung liegt nominal über den Einzahlungen. Ob das über eine lange Laufzeit wirtschaftlich viel oder wenig ist, lässt sich aus dieser einen Zahl noch nicht ablesen.

DIE ZAHLUNGSSTRÖME AUSEINANDERGENOMMEN

Der erste Blick ist positiv – der zweite Blick fragt nach der Größenordnung

SNOW trennt bewusst die absolute Euro-Differenz von zeitbezogenen Renditekennzahlen. Genau deshalb lohnt es sich, bei Einzahlung und Auszahlung nicht nur auf den Durchschnitt zu schauen.

43.543,96 €durchschnittlich eingezahlt
46.289,67 €durchschnittlich ausgezahlt
2.745,71 ۯ absoluter Bruttoertrag
83,55 %mit positivem absoluten Bruttoertrag

Mittelwert und Median erzählen nicht dieselbe Geschichte

Die Verträge unterscheiden sich stark in ihrer Größe. Deshalb stellt SNOW neben dem Durchschnitt auch den Median dar. Der Median markiert den Wert, bei dem jeweils die Hälfte der Verträge darunter und die andere Hälfte darüber liegt.

KennzahlMittelwertMedian
Einzahlungen43.543,96 €24.824,77 €
Auszahlungen46.289,67 €25.610,04 €
Absoluter Bruttoertrag2.745,71 €785,27 €

Der deutlich niedrigere Median zeigt, dass einzelne große Vertragswerte den Durchschnitt beeinflussen können. Für das Verständnis der Stichprobe sollten deshalb beide Werte nebeneinander gelesen werden.

Was bedeutet „Median“?
Stellen Sie sich vor, alle 1.000 untersuchten Verträge würden der Höhe nach sortiert. Der Median ist dann der Wert genau in der Mitte: 500 Verträge liegen darunter und 500 darüber. Anders als der Durchschnitt wird der Median durch einzelne besonders hohe oder besonders niedrige Werte kaum verschoben.

Warum ist das hier wichtig?
Beim absoluten Bruttoertrag liegt der Durchschnitt bei 2.745,71 €, der Median aber nur bei 785,27 €. Das zeigt: Der Durchschnitt allein vermittelt ein deutlich höheres Bild als der Wert in der Mitte der untersuchten Verträge. Gerade bei stark unterschiedlichen Vertragsgrößen und Ergebnissen hilft der Median deshalb dabei, die Verteilung realistischer einzuordnen.

Wie weit streuen die Ergebnisse?

Die Spannweite des absoluten Bruttoertrags ist groß. Das macht sichtbar, wie unterschiedlich die einzelnen Vertragsverläufe ausfallen.

Niedrigster Bruttoertrag−164.889,31 €
Höchster Bruttoertrag+143.419,37 €

Was bedeutet „83,55 % positiv“?

Bei 83,55 % der untersuchten Verträge lag die Auszahlung nominal über der Summe der Einzahlungen. Das ist eine klare Aussage über die absolute Euro-Differenz. Sie beantwortet aber noch nicht, welche jährliche Rendite über die jeweilige Vertragsdauer erreicht wurde oder wie sich die Kaufkraft während dieser Zeit verändert hat.

Einfach gesagt: „Mehr Euro heraus als hinein“ und „gute wirtschaftliche Rendite“ sind nicht automatisch dasselbe.
LAIV-Einordnung

Warum wir diese Zahlen nicht isoliert lesen würden

Für den ersten Überblick sind Einzahlung und Auszahlung sehr anschaulich. Bei Verträgen mit jahrzehntelanger Laufzeit reicht die reine Differenz aber nicht aus, um die wirtschaftliche Entwicklung zu beurteilen. Entscheidend ist zusätzlich, über welchen Zeitraum die Beiträge geflossen sind und welchen Wert das Ergebnis nach dieser Zeit noch besitzt.

Genau deshalb ist dieser Abschnitt für uns der Ausgangspunkt – nicht das Endergebnis der Bewertung.

Was dieser Abschnitt noch nicht beantwortet

  • Welche zeitbezogene Rendite wurde tatsächlich erreicht?
  • Wie wirkt sich die Vertragslaufzeit auf das Ergebnis aus?
  • Welche Rolle spielen Inflation und Kaufkraft?
  • Warum unterscheiden sich einzelne Verträge so stark?
OriginalquelleSNOW Analytics · Einzahlungen, Auszahlungen und absolute Ergebnisse

Die Werte können direkt in der Originalstudie nachvollzogen werden.

03
−0,077 %

Rendite & Zeit

Was IRR, Bruttoertrag und nominale Rendite jeweils messen – und warum sie nicht dasselbe sagen.

Beim Öffnen schließt eine zuvor geöffnete Auswertung automatisch
03 · RENDITE & ZEIT

Warum ein Plus in Euro nicht automatisch eine positive jährliche Rendite bedeutet

Was IRR, Bruttoertrag und nominale Rendite jeweils messen – und warum sie nicht dasselbe sagen.

SNOW zeigt

SNOW stellt absoluten Bruttoertrag, Bruttoertrag pro Jahr, IRR sowie nominale und reale Rendite getrennt dar. Die durchschnittliche IRR der Gesamtstichprobe beträgt −0,077 %.

LAIV erklärt

Die Kennzahlen beantworten unterschiedliche Fragen. Besonders die IRR berücksichtigt den Zeitpunkt der tatsächlichen Ein- und Auszahlungen und macht den Zeitfaktor sichtbar.

DIE RENDITEKENNZAHLEN AUSEINANDERGENOMMEN

Ein Vertrag kann in Euro im Plus liegen – und zeitbezogen trotzdem schwach abschneiden

SNOW stellt mehrere Kennzahlen nebeneinander, weil sie unterschiedliche Fragen beantworten. Genau hier liegt einer der wichtigsten Punkte der gesamten Studie.

Welche Kennzahl sagt was?

KennzahlDurchschnittMedian
Jährliche Rendite (IRR)−0,077 %−0,050 %
Bruttoertrag pro Jahr−0,013 %0,730 %
Reale Rendite (CAGR) am Laufzeitende−29,81 %−26,72 %

Die Kennzahlen dürfen nicht miteinander verwechselt werden. Ein absoluter Mehrbetrag in Euro, eine zeitbezogene Rendite und eine inflationsbereinigte Betrachtung beantworten jeweils eine andere Frage.

Einfach gesagt: Die IRR fragt nicht nur „Wie viel kam heraus?“, sondern „Welche jährliche Verzinsung ergibt sich aus dem tatsächlichen Zahlungsverlauf?“

OriginalquelleSNOW Analytics · Ergebniszusammenfassung und Renditekennzahlen

Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.

04
1,8893 % p. a.

Inflation & Kaufkraft

Was aus einem nominalen Vertragswert wird, wenn zwei Jahrzehnte Preisentwicklung mitgedacht werden.

Beim Öffnen schließt eine zuvor geöffnete Auswertung automatisch
04 · INFLATION & KAUFKRAFT

Was bleibt real von einem nominalen Vertragswert übrig?

Was aus einem nominalen Vertragswert wird, wenn zwei Jahrzehnte Preisentwicklung mitgedacht werden.

SNOW zeigt

Die Datengrundlage weist über die untersuchten Vertragslaufzeiten eine durchschnittliche Inflationsrate von 1,8893 % pro Jahr aus. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt 21,65 Jahre.

LAIV erklärt

Über Jahrzehnte zählt nicht nur die Eurozahl auf der Abrechnung. Entscheidend ist auch, welche Kaufkraft dieser Betrag am Ende noch besitzt.

INFLATION UND KAUFKRAFT

Die Zahl auf der Auszahlung ist nicht automatisch ihr realer Wert

Bei langfristigen Verträgen verändert sich während der Laufzeit nicht nur der Vertragswert. Auch die Kaufkraft des Geldes verändert sich.

1,8893 % p. a.durchschnittlich ausgewiesene Inflation
21,65 Jahredurchschnittliche Vertragslaufzeit
−9,37 %durchschnittlicher Kaufkraftverlust über die Laufzeit
−29,81 %reale (CAGR) im Durchschnitt

Warum kann nominal mehr Geld trotzdem real weniger wert sein?

Wenn Preise über viele Jahre steigen, kann man für denselben Eurobetrag später weniger kaufen. Deshalb unterscheidet SNOW zwischen nominaler Entwicklung und realer Entwicklung nach Berücksichtigung der Preisentwicklung.

Die Laufzeitgruppen zeigen kein einfaches Muster

LaufzeitØ Inflation p. a.Ø Kaufkraftverlust
0–10 Jahre2,13 %−19,47 %
10–20 Jahre1,89 %−8,70 %
20–25 Jahre1,85 %−13,32 %
25–30 Jahre1,82 %−4,05 %
30+ Jahre1,98 %−6,71 %

Die Gruppen durchlaufen unterschiedliche historische Zeiträume. Deshalb steigt oder fällt der Kaufkraftverlust nicht einfach gleichmäßig mit der Vertragsdauer.

Begriffe kurz erklärt

p. a.: Abkürzung für „pro Jahr“.
Kaufkraft: Sie beschreibt, wie viele Waren und Dienstleistungen man sich für einen bestimmten Geldbetrag tatsächlich leisten kann.
Nominal / real: Nominal ist der reine Eurobetrag. Real wird zusätzlich berücksichtigt, wie sich die Kaufkraft durch Inflation verändert hat.
CAGR: In der Studie wird diese Kennzahl für die reale Renditebetrachtung verwendet. Sie soll die Wertentwicklung über die Laufzeit in einer vergleichbaren Form darstellen.
LAIV-Einordnung

Die reale Betrachtung gehört bei Altersvorsorge zwingend dazu

Eine Altersvorsorge soll später den Lebensunterhalt mitfinanzieren. Deshalb reicht es nicht zu wissen, wie viele Euro am Ende auf der Abrechnung stehen. Entscheidend ist auch, welche Kaufkraft dieses Geld dann noch besitzt.

Ganz praktisch: Entscheidend für Altersvorsorge ist nicht nur, ob am Ende mehr Euro auf der Abrechnung stehen, sondern welche Kaufkraft diese Euro dann noch besitzen – also: Was kann ich mir von diesem Geld später tatsächlich noch kaufen?
OriginalquelleSNOW Analytics · reale Betrachtung, Inflation und Kaufkraft

Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.

05
5 Gruppen

Laufzeit

Wie verändern sich Ergebnisse zwischen kurzen, mittleren und sehr langen Vertragsverläufen?

Beim Öffnen schließt eine zuvor geöffnete Auswertung automatisch
05 · LAUFZEIT

10 Jahre sind wirtschaftlich nicht dasselbe wie 30 Jahre

Wie verändern sich Ergebnisse zwischen kurzen, mittleren und sehr langen Vertragsverläufen?

SNOW zeigt

SNOW vergleicht fünf Laufzeitgruppen. Der durchschnittliche Bruttoertrag pro Jahr verbessert sich über die Gruppen, während die durchschnittliche IRR in allen fünf Gruppen negativ bleibt.

LAIV erklärt

Laufzeit verändert die Betrachtung, ist aber keine alleinige Erklärung. Unterschiedliche Kennzahlen entwickeln sich über die Laufzeit nicht zwingend parallel.

ERGEBNISSE NACH LAUFZEIT

Mit längerer Laufzeit steigt der absolute Bruttoertrag – aber nicht jede Renditekennzahl

SNOW teilt die Verträge in fünf Laufzeitgruppen. Dadurch wird sichtbar, dass unterschiedliche Kennzahlen über die Laufzeit nicht automatisch in dieselbe Richtung laufen.

Die fünf Laufzeitgruppen im Vergleich

LaufzeitØ Brutto/JahrØ IRRØ reale RenditeØ Kaufkraftverlust
0–10 Jahre−4,65 %−0,28 %−25,12 %−19,47 %
10–20 Jahre−0,90 %−0,11 %−36,50 %−8,70 %
20–25 Jahre0,44 %−0,05 %−24,83 %−13,32 %
25–30 Jahre1,11 %−0,02 %−23,67 %−4,05 %
30+ Jahre2,14 %−0,02 %−31,32 %−6,71 %

Was fällt auf?

Der durchschnittliche Bruttoertrag pro Jahr verbessert sich mit zunehmender Laufzeit deutlich und wird in den längeren Gruppen positiv. Die durchschnittliche IRR bleibt dagegen in allen fünf Gruppen negativ. Auch die reale Rendite zeigt keinen linearen Verlauf.

Das bedeutet: „Länger gelaufen“ ist nicht automatisch gleichbedeutend mit „wirtschaftlich besser“ – es kommt darauf an, welche Kennzahl betrachtet wird.

Begriffe kurz erklärt

Ø: Das Zeichen steht für den Durchschnitt aller Verträge in der jeweiligen Laufzeitgruppe.
IRR: Die interne Verzinsung berücksichtigt nicht nur die Höhe, sondern auch den Zeitpunkt der Ein- und Auszahlungen. Sie beantwortet vereinfacht die Frage: Welche jährliche Verzinsung ergibt sich aus dem tatsächlichen Zahlungsverlauf?
Reale Rendite: Sie berücksichtigt zusätzlich die Preisentwicklung beziehungsweise Inflation. Sie zeigt damit nicht nur die Entwicklung der Eurozahl, sondern auch die Kaufkraftseite.
Kaufkraftverlust: Er beschreibt, wie stark der wirtschaftliche Wert des Geldes gegenüber der Preisentwicklung gesunken ist.
LAIV-Einordnung

Laufzeit ist wichtig, aber keine alleinige Erklärung

Bei langen Vertragsverläufen wirken unterschiedliche Abschlussjahre, Zinsphasen, Kosten, Produktgenerationen und Inflation zusammen. Die Laufzeit hilft beim Sortieren der Ergebnisse, erklärt die Unterschiede aber nicht allein.

OriginalquelleSNOW Analytics · Ergebnisse nach Laufzeit

Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.

06
711 / 278

Klassisch vs. fondsgebunden

Die erweiterte Auswertung vom 27.09.2026 trennt beide Produktarten deutlich.

Beim Öffnen schließt eine zuvor geöffnete Auswertung automatisch
06 · VERTRAGSARTEN

Was zeigt die getrennte Betrachtung von klassisch und fondsgebunden?

Die erweiterte Auswertung vom 27.09.2026 trennt beide Produktarten deutlich.

SNOW zeigt

Die Stichprobe umfasst 711 klassische, 278 fondsgebundene und 11 Riester-Verträge. Für den Hauptvergleich konzentriert sich SNOW auf klassische und fondsgebundene Verträge.

LAIV erklärt

Keine Produktart ist anhand einer einzigen Kennzahl pauschal „Sieger“. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Betrachtungsebene.

KLASSISCH UND FONDSGEBUNDEN GETRENNT BETRACHTET

Die Anlageform allein entscheidet nicht über das wirtschaftliche Ergebnis

Die Aktualisierung vom 27.09.2026 teilt die Stichprobe nach Vertragsarten auf. Dadurch können klassische und fondsgebundene Verträge innerhalb der untersuchten Fälle separat betrachtet werden.

711klassische Verträge
278fondsgebundene Verträge
11Riester-Verträge
989klassisch + fondsgebunden im Hauptvergleich

Ausgewählte Kennzahlen

KennzahlKlassischFondsgebunden
Ø IRR−0,07 %−0,11 %
Median IRR−0,04 %−0,07 %
Ø nominale Nettorendite12,28 %5,13 %
Median nominale Nettorendite10,53 %2,23 %
Ø reale (CAGR)−31,96 %−24,67 %
Median reale Rendite−27,40 %−25,78 %
Ø Kaufkraftverlust−8,37 %−11,93 %

Warum zieht SNOW daraus kein pauschales Siegerurteil?

Die Kennzahlen zeigen kein einheitliches Bild, bei dem eine Produktart in jeder Betrachtung besser abschneidet. Außerdem unterscheiden sich die Vertragsgruppen in Zusammensetzung, Laufzeiten und konkreter Produktgestaltung.

SNOWs weiterführende Frage: Wie viel des für den Vermögensaufbau vorgesehenen Beitrags wird nach Kosten und versicherungstechnischen Mechanismen tatsächlich investiert und kommt wirtschaftlich beim Kunden an?

Begriffe kurz erklärt

Ø / Durchschnitt: Alle Werte einer Gruppe werden zusammengefasst und durch die Zahl der Verträge geteilt.
Median: Der mittlere Wert einer sortierten Reihe. Die Hälfte der Verträge liegt darunter, die andere Hälfte darüber. Einzelne Extremwerte beeinflussen ihn deutlich weniger als den Durchschnitt.
IRR: Eine zeitbezogene Renditekennzahl. Sie berücksichtigt, wann Beiträge gezahlt wurden und wann die Auszahlung erfolgte.
Nominale Nettorendite: Die Wertentwicklung in Euro nach der in der Studie verwendeten Kostenbetrachtung – noch ohne Bereinigung um den Kaufkraftverlust.
Reale Rendite / CAGR: Die inflationsbereinigte Betrachtung. Sie soll zeigen, wie sich der wirtschaftliche Wert unter Einbeziehung der Preisentwicklung verändert hat.
Kaufkraftverlust: Zeigt, wie viel wirtschaftliche Kaufkraft über die betrachtete Laufzeit verloren gegangen ist.
LAIV-Einordnung

Das Etikett „Fonds“ oder „klassisch“ reicht nicht

Für Verbraucher ist entscheidend, wie der konkrete Vertrag aufgebaut ist: Risikoanteil, Kosten, Kapitalanlage und tatsächlich investierter Beitragsanteil. Die Produktbezeichnung allein beantwortet diese Fragen nicht.

OriginalquelleSNOW Analytics · Aufteilung der untersuchten Verträge

Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.

07
52

Versicherungsgesellschaften

Was Gesellschaftsvergleiche zeigen können – und warum SNOW daraus kein Ranking macht.

Beim Öffnen schließt eine zuvor geöffnete Auswertung automatisch
07 · VERSICHERUNGSGESELLSCHAFTEN

Unterschiede ja – einfache Rangliste nein

Was Gesellschaftsvergleiche zeigen können – und warum SNOW daraus kein Ranking macht.

SNOW zeigt

Die 1.000 Verträge verteilen sich auf 52 Gesellschaften. Die Gruppengrößen reichen von einzelnen Fällen bis zu 132 Verträgen bei der größten Gruppe.

LAIV erklärt

Je kleiner eine Gruppe, desto stärker kann ein einzelner Vertrag den Durchschnitt beeinflussen. Deshalb müssen Fallzahl und Vertragsmix immer mitgelesen werden.

52 VERSICHERUNGSGESELLSCHAFTEN

Unterschiedliche Ergebnisse sind sichtbar – aber die Fallzahlen sind ungleich verteilt

SNOW zeigt Gesellschaftsgruppen, verzichtet aber ausdrücklich auf eine einfache Rangliste. Das ist wichtig, weil Größe und Zusammensetzung der Gruppen stark variieren.

Die größten Gruppen der Stichprobe

GesellschaftVerträge
Allianz132
Generali83
ERGO72
HDI55
Debeka50
Zurich Deutscher Herold42
Proxalto39
Heidelberger36
AXA32
Württembergische31

Warum ist die Gruppengröße so wichtig?

Bei einer kleinen Gruppe kann schon ein einzelner außergewöhnlicher Vertrag den Durchschnitt stark verschieben. Bei einer größeren Gruppe verteilt sich dieser Einfluss auf mehr Beobachtungen. Hinzu kommen Unterschiede bei Laufzeit, Abschlusszeitraum, Beitragsvolumen und Produktmerkmalen.

Deshalb: Ein unterschiedlicher Durchschnittswert ist zunächst eine Beobachtung innerhalb der Stichprobe – noch kein allgemeines Qualitätsurteil über einen Versicherer.

Begriffe kurz erklärt

Fallzahl: Die Anzahl der untersuchten Verträge, die zu einer bestimmten Gesellschaftsgruppe gehören. 132 Fälle bedeuten hier also 132 ausgewertete Verträge.
Stichprobe: Die tatsächlich untersuchte Gruppe von Verträgen. Ergebnisse innerhalb dieser Gruppe sind nicht automatisch ein Urteil über jeden Vertrag eines Versicherers.
Durchschnitt: Ein Mittelwert kann bei kleinen Gruppen schon durch einen einzelnen ungewöhnlich hohen oder niedrigen Vertrag stark verschoben werden.
LAIV-Einordnung

Interessant sind Muster, nicht Siegerlisten

Für eine sachliche Verbraucherinformation ist es sinnvoller zu fragen, welche Unterschiede innerhalb ausreichend großer Gruppen auftreten und welche Vertragsmerkmale dahinterstehen könnten, statt aus wenigen Durchschnittszahlen ein Ranking zu bauen.

OriginalquelleSNOW Analytics · Gesellschaftsgruppen und Ergebnisprofile

Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.

08
Alternativen

Marktvergleich

Warum auch die alternative Verwendung langfristig gebundenen Kapitals eine Rolle spielt.

Beim Öffnen schließt eine zuvor geöffnete Auswertung automatisch
08 · MARKTVERGLEICH

Was wäre mit dem eingesetzten Kapital alternativ möglich gewesen?

Warum auch die alternative Verwendung langfristig gebundenen Kapitals eine Rolle spielt.

SNOW zeigt

SNOW führt die Opportunitätsbetrachtung ein. Ein sinnvoller Vergleich muss unter anderem Anlagehorizont, Risiko, Kosten, Liquidität und zusätzliche Versicherungsleistungen berücksichtigen.

LAIV erklärt

Ein fairer Marktvergleich ist mehr als „Versicherung gegen Aktienindex“. Vergleichbar sind nur Größen, die auf möglichst ähnlicher wirtschaftlicher Ebene stehen.

RELATION ZUM MARKT

Die zweite Frage lautet: Was hätte das Kapital alternativ leisten können?

SNOW erweitert die reine Vertragsbetrachtung um die sogenannte Opportunitätsbetrachtung. Dabei geht es nicht darum, eine Lebensversicherung pauschal gegen den Aktienmarkt antreten zu lassen.

Was muss ein fairer Vergleich berücksichtigen?

AnlagehorizontEin Vertrag über zwei oder drei Jahrzehnte braucht einen entsprechend langfristigen Vergleich.
RisikoEine deutlich riskantere Anlage ist nicht ohne Weiteres eine gleichwertige Vergleichsgröße.
KostenVor-Kosten- und Nach-Kosten-Renditen dürfen nicht vermischt werden.
Liquidität & SteuernVerfügbarkeit und steuerliche Behandlung können die Vergleichbarkeit verändern.
VersicherungsleistungenGarantien oder biometrische Absicherung haben einen eigenen Nutzen, der im reinen Renditevergleich nicht vollständig steckt.
Reale EntwicklungNominale und inflationsbereinigte Werte müssen auf derselben Ebene verglichen werden.

Was bedeutet „Opportunitätskosten“?

Wer Kapital langfristig in einen Vertrag einzahlt, kann dasselbe Geld in dieser Zeit nicht gleichzeitig anders anlegen. Der entgangene Nutzen einer geeigneten Alternative wird wirtschaftlich als Opportunitätskosten bezeichnet.

Einfach gesagt: Nicht nur „Habe ich mehr herausbekommen als eingezahlt?“ ist eine sinnvolle Frage, sondern auch „Wie hat sich mein eingesetztes Kapital im Verhältnis zu geeigneten Alternativen entwickelt?“

Weitere Begriffe in diesem Vergleich

Anlagehorizont: Der Zeitraum, über den Geld angelegt oder gebunden wird.
Liquidität: Wie schnell und unkompliziert man über sein Geld verfügen kann.
Biometrische Absicherung: Versicherungsleistungen für persönliche Lebensrisiken, zum Beispiel Todesfall oder Berufsunfähigkeit. Solche Leistungen sind nicht dasselbe wie die reine Kapitalanlage.
Nominal / real: Nominal vergleicht reine Eurobeträge; real berücksichtigt zusätzlich die Veränderung der Kaufkraft.
LAIV-Einordnung

Vergleiche müssen fair bleiben

Eine Lebensversicherung darf weder mit einer beliebigen Hochrendite-Anlage verglichen werden noch darf ihre Kapitalanlagekomponente komplett aus der wirtschaftlichen Betrachtung verschwinden. Entscheidend ist ein möglichst vergleichbarer Maßstab.

OriginalquelleSNOW Analytics · Relation zum Markt

Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.

09
Grenzen

Methodik & Grenzen

Welche Aussagen die Studie erlaubt – und welche ausdrücklich nicht.

Beim Öffnen schließt eine zuvor geöffnete Auswertung automatisch
09 · METHODIK & GRENZEN

Wie weit reichen die Ergebnisse?

Welche Aussagen die Studie erlaubt – und welche ausdrücklich nicht.

SNOW zeigt

Die Studie beschreibt eine umfangreiche empirische Stichprobe, aber keine repräsentative Zufallsstichprobe des gesamten deutschen Bestands. Sie ist außerdem keine Rechts-, Steuer- oder vollständige versicherungsmathematische Einzelfallprüfung.

LAIV erklärt

Diese Grenzen sind entscheidend für die korrekte Lesart. Sie definieren, was die Daten belastbar zeigen – und verhindern unzulässige Verallgemeinerungen.

METHODIK UND GRENZEN

Was die Studie kann – und was sie bewusst nicht behauptet

Die Aussagekraft einer Untersuchung hängt nicht nur von ihren Zahlen ab, sondern auch davon, wie transparent ihre Grenzen beschrieben werden.

Reale ZahlungsdatenEinzahlungen und ausgewiesene Auszahlungen der einzelnen Verträge bilden die Basis.
Keine Schätzwerte für LückenNicht rekonstruierbare relevante Daten werden laut Studie nicht künstlich ergänzt.
Keine ZufallsstichprobeDie 1.000 Verträge sind keine repräsentative Zufallsauswahl des gesamten deutschen Bestands.
Mehrere KennzahlenMittelwert, Median, IRR, reale und Kaufkraft beantworten unterschiedliche Fragen.
Keine Rechts- oder SteuerprüfungEin wirtschaftliches Ergebnis beweist weder einen Rechtsfehler noch steuerliche Fehlerfreiheit.
Keine EinzelfallprognoseDie Statistik ersetzt nicht die Prüfung eines konkreten Vertrags.

Warum Mittelwert und Median gemeinsam wichtig sind

Die Vertragswerte streuen stark. Deshalb können einzelne hohe oder niedrige Ergebnisse den Durchschnitt beeinflussen. Der Median ergänzt den Mittelwert um den Wert in der Mitte der sortierten Stichprobe und hilft, die Verteilung besser einzuordnen.

Begriffe kurz erklärt

Stichprobe: Die Gruppe, die tatsächlich untersucht wurde – hier 1.000 Verträge.
Repräsentative Zufallsstichprobe: Eine nach statistischen Regeln zufällig gezogene Auswahl, die den Gesamtmarkt möglichst unverzerrt abbilden soll. SNOW weist ausdrücklich darauf hin, dass die vorliegenden 1.000 Verträge keine solche Zufallsauswahl sind.
Median: Der Wert in der Mitte einer sortierten Reihe. Er ergänzt den Durchschnitt, weil einzelne Extremwerte ihn weniger beeinflussen.
IRR: Eine Renditekennzahl, die den Zeitpunkt der tatsächlichen Ein- und Auszahlungen mit berücksichtigt.
Versicherungsmathematische Prüfung: Eine fachliche Detailprüfung der Kalkulation eines konkreten Versicherungsvertrags. Die SNOW-Studie ist keine vollständige Einzelfallprüfung dieser Art.
LAIV-Einordnung

Die Grenzen schwächen die Studie nicht – sie definieren ihren Aussagebereich

Gerade die klare Abgrenzung verhindert, dass aus einer umfangreichen Stichprobe ein pauschales Urteil über jeden Vertrag oder jeden Versicherer gemacht wird. Die Stärke der Studie liegt in der empirischen Beschreibung der tatsächlich untersuchten Vertragsverläufe.

OriginalquelleSNOW Analytics · Aussagebereich, Datengrundlage und Methodik

Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.

10
Kernaussage

Fazit der Studie

Warum die Auszahlung allein die wirtschaftliche Qualität eines langfristigen Vertrags nicht beantwortet.

10 · FAZIT

Was bleibt als Kernaussage der 1.000 Vertragsverläufe?

Warum die Auszahlung allein die wirtschaftliche Qualität eines langfristigen Vertrags nicht beantwortet.

SNOW zeigt

SNOW kommt nicht zu einem pauschalen Urteil über Lebens- und Rentenversicherungen. Die zentrale Aussage ist, dass Auszahlung, Zeit, Rendite, Kosten, Inflation und reale Entwicklung gemeinsam betrachtet werden müssen.

LAIV erklärt

Die Frage „Kam mehr heraus als hinein?“ ist nur eine Ebene. Für die wirtschaftliche Einordnung zählt, was über die gesamte Laufzeit aus dem eingesetzten Kapital geworden ist.

DAS FAZIT DER STUDIE

Mehr Auszahlung als Einzahlung ist nur der Anfang der wirtschaftlichen Betrachtung

SNOW fasst die Ergebnisse nicht in einem pauschalen Urteil über Lebensversicherungen zusammen. Der Kern ist vielmehr, dass mehrere Ebenen gleichzeitig betrachtet werden müssen.

43.543,96 ۯ eingezahlt
46.289,67 ۯ ausgezahlt
83,55 %mit positivem absolutem Bruttoertrag
−0,077 %Ø jährliche IRR

Warum wirken die Ergebnisse auf den ersten Blick widersprüchlich?

Die Mehrheit der untersuchten Verträge weist nominal einen positiven absoluten Bruttoertrag aus. Gleichzeitig ist die durchschnittliche jährliche IRR negativ und die reale Rendite nach der in der Studie verwendeten Betrachtung deutlich schwächer. Das ist kein Rechenwiderspruch: Die Kennzahlen beantworten unterschiedliche Fragen.

Kern der Studie: Die wirtschaftliche Qualität eines langfristigen Vertrags lässt sich nicht aus der Auszahlung allein ableiten. Entscheidend ist die Entwicklung des eingesetzten Kapitals über die gesamte Laufzeit.

Welche Ebenen gehören laut SNOW zusammen?

  • Einzahlungen und Auszahlung
  • absolutes Ergebnis
  • zeitbezogene Rendite
  • Kosten
  • Inflation und reale Entwicklung
  • für die Kapitalanlagekomponente: geeignete Alternativen

Begriffe kurz erklärt

Absoluter Bruttoertrag: Vereinfacht die Differenz in Euro zwischen den erfassten Einzahlungen und der Auszahlung – ohne dass damit schon gesagt ist, wie gut die jährliche Rendite war.
IRR: Die interne Verzinsung berücksichtigt zusätzlich den Zeitverlauf der Ein- und Auszahlungen und übersetzt ihn in eine jährliche Renditekennzahl.
Nominal / real: Nominal meint den Eurobetrag ohne Kaufkraftbereinigung; real bezieht die Inflation und damit die Veränderung der Kaufkraft ein.
LAIV-Einordnung

Die wichtigste Verbraucherfrage verändert sich

Statt nur zu fragen „Was bekomme ich am Ende heraus?“ wird die wirtschaftlich sinnvollere Frage: „Was ist über die gesamte Laufzeit aus meinem eingesetzten Geld geworden?“ Genau diese Perspektive macht die Studie für die weitere Verbraucherinformation interessant.

OriginalquelleSNOW Analytics · Fazit der Studie

Die zugrunde liegenden Aussagen und Zahlen können direkt in der Originalstudie geprüft werden.

LESEHILFEBlau = SNOW-Ergebnis · Türkis = LAIV erklärt · Gold = Originalquelle

So bleibt jederzeit erkennbar, ob wir eine Zahl aus der Studie wiedergeben, ihre Bedeutung erklären oder auf das Original verweisen.

Quelle & Original

Selbst nachlesen ausdrücklich erwünscht.

LAIV ist nicht Urheber der SNOW-Studie. Die empirische Untersuchung stammt von der SNOW Analytics GmbH. Unsere Seite soll das Original nicht ersetzen, sondern den Einstieg erleichtern.

Abgrenzung: Die spätere Verknüpfung mit Praxisfällen, Rechtsprechung und weiteren Risikofaktoren erfolgt gebündelt in der eigenständigen LAIV-Studie – nicht auf dieser SNOW-Seite.